Echt fair: Noten kaufen statt kopieren!

Warum das Kopieren von Noten kein "Kavaliersdelikt" ist:

Weltweit gibt es nationale Gesetze und internationale Verträge, welche die Rechte der Urheber z.B. Komponisten, Autoren, Künstler, Programmierer, etc. schützen. Das Urheberrecht betrifft unter anderem Musik, Texte z.B. Romane, Gedichte und Liedertexte, Bilder z.B. Fotos, Filme und Gemälde oder auch Noten (Notation und Griffschrift).

Vor der Entwicklung der Fotokopiergeräte konnte man Musiknoten kaufen oder abschreiben. Der Aufwand fürs Abschreiben war jedoch meist zu groß. Heute dagegen kann jedermann Noten preisgünstig vervielfältigen. Es ist unbestritten, dass das Fotokopieren von Musiknoten den Urhebern und Verlegern und damit dem Musikleben insgesamt großen Schaden zufügt. Das Kopieren von Noten gehört mehr oder weniger bereits leider zum Alltag. Ein Grund für diese Situation ist sicher darin zu sehen, dass vielen aufgrund Informationsmangels nicht bewusst ist, dass eine Straftat begangen wird und das ist nicht nur ein “Kavaliersdelikt”!

Kopieren von Noten verboten!

Leider sind auch wir von der Michlbauer Harmonikawelt von diesem Thema nicht verschont und möchten unsere Harmonikafreunde, Kunden und Leser mit diesem Artikel darauf aufmerksam machen, dass man mit „einmal rasch kopierten und weitergegebenen“ Notenblättern sich eben sehr schnell auch im strafrechtlichen Bereich befindet!

Das Fotokopieren von urheberrechtlich geschützten Noten ist ohne Einwilligung der Rechteinhaber, meist Verlage, grundsätzlich verboten! Da spricht die Gesetzgebung eine deutliche Sprache und die Strafen dafür sind entsprechend hoch. „Und dies hat seinen Grund: Man muss sich nämlich vor Augen halten, dass das unerlaubte Kopieren nichts anderes ist als Diebstahl!“ so Rechtsanwalt und Urheberrechtler Thomas Tietze, der im Auftrag der VG Musikedition eine entsprechende Info-Broschüre erarbeitet hat.

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist es für die Rechtswidrigkeit des Kopierens vollkommen unerheblich, ob die Kopien für den rein privaten Gebrauch hergestellt werden oder für Konzerte, CD-Aufnahmen oder sonstigen Aufführungszwecken dienen sollen. Also ist durch den Gesetzgeber auch das Kopieren zum Proben und Üben oder zum Schonen der Originale verboten!

Was heißt "kopieren" genau?

Mit „kopieren“ ist keinesfalls nur der Gang zum Copy-Shop oder zum eigenen Kopierer gemeint.
Auch das heute weit verbreitete „scannen“ oder sonstiges Eingeben in den PC mittels Notenschreibprogramm fällt unter das Kopierverbot, weil auch diese Formen ihrerseits wieder zum Ausdruck und/oder Weitergabe an Dritte bestimmt sind.
Gerade das einfache Weitergeben von solchen Kopien (z.B. eMail mit PDF-Anhang) wird oft nicht als Straftat erkannt, weil es in gewissen Musikerkreisen vielleicht „so üblich ist“. Doch Achtung: gerade im Internet wird heutzutage nahezu alles aufgezeichnet und kann recht einfach rückverfolgt werden.

Nun, was bedeutet dies für die Michlbauer-Kunden? Es wird doch nicht „so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, oder? Wird Michlbauer jetzt seine Kunden „verklagen“? Berechtigte Fragen, die sich da umgehend stellen.
Es ist weder das Ziel noch die Einstellung des führenden Harmonika-Verlages der hier mit diesem Artikel in erster Linie auf Aufklärung setzt. Zum Verständnis, wie es im „Lizenz-Alltag“ läuft: Die Michlbauer GmbH kauft für viele erfolgreiche Notenhefte selber die Abdruckrechte zu und der jeweilige Original-Verlag, oft ein Weltkonzern, kennt hier kein Pardon wenn es darum geht die eigenen Rechte zu bewahren und Ansprüche durchzusetzen! Es ist ein Trend festzustellen, dass hier auf Urheberecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien mit der Überwachung beauftragt werden und selbst Vereine und Privatpersonen nicht verschont bleiben. Wohlgemerkt: Auch Privatpersonen können hier zur vollen Verantwortung gezogen werden. Eine Urheberrechtsverletzung ist eben kein Kavaliersdelikt! Und: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Die Ausrede „Man habe es nicht gewußt“, findet vor Gericht kein Gehör – und vor einem abmahnenden Rechtsanwalt meist erst recht nicht… Da hilft nur der glasklare Beweis, dass die Noten rechtmäßig erworben wurden (derartige Rechnungen also immer aufbewahren!)

Die Michlbauer Harmonikawelt freut sich über seine zahlreichen treuen Kunden im gesamten deutschsprachigen Europa, welche regelmäßig mit Noten-Neuerscheinungen versorgt werden können.
Damit dies auch in Zukunft so bleiben kann, zählt man auf das „Fair play“ der Kunden – die Handschlag-Qualität unter Musiker-Kollegen!

Heinrich Schedler, Geschäftsführer der Michlbauer Harmonikawelt meint dazu:

„Unsere Stammkunden wissen sehr wohl die Arbeit von Komponisten und Verlage und den Wert deren Ausgaben zu schätzen. Und diese hohe Qualität hat auch ihren Preis!
Dieser ergibt sich schlicht und einfach aus einer soliden und fairen Kalkulation: Autorenhonorare, Abdruckrechte, Notensatz, CD-Produktion, Druck mit Spiralbindung, Grafik sowie Lager und Logistik.

Die gesamte Wertschöpfung passiert in Österreich und Deutschland – und darauf sind wir ganz besonders stolz!“